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Monatsgedanken

Ostern ein Fest für Querdenker

Ostern - christlich verstanden - hat etwas mit Querdenken zu tun: Gegen den Strom. Quer gegen das Gewohnte. Quer zu dem, was man natürlicherweise erwarten dürfte.

Ostern - christlich verstanden - hat etwas mit Querdenken zu tun: Gegen den Strom. Quer gegen das Gewohnte. Quer zu dem, was man natürlicherweise erwarten dürfte. Denn dass ein nachweislich Toter wieder lebendig ist und am Ende göttliche Identität gewinnt, ist so quer gegen alles menschliche Kalkül, wie es querer und gegensätzlicher nicht sein kann. Umso erstaunlicher ist, dass gerade diese unnatürliche "Quererfahrung" die Dynamik zur Entwicklung einer großen Glaubensgemeinschaft, nämlich des Christentums, in Gang setzte.

Wer den Wert und die Bedeutung von Ostern allerdings nur an der Frage der Auferstehung Jesu festmachen möchte, verengt die Bedeutung des Geschehens auf unzulässige Weise. Sicher gewinnt unser irdisches Tun und Lassen eine höhere Bedeutung, wenn am Ende unseres Lebens mit einem "Danach" gerechnet werden darf - im Unterschied zu einem "Das war's also". Aber nicht weniger wichtig ist es, durch das Bedenken des Ostergeschehens unsere gegenwärtigen (!) beschränkten Denkhorizonte zu durchbrechen und unsere Denkgewohnheiten zu erweitern. Ostern will uns ermuntern, querzudenken.

Deshalb: Überall, wo Querdenker dazu beitragen, dass neue Lebensmöglichkeiten eröffnet und Lebensqualitäten verbessert werden, findet ein kleines Osterfest statt. Überall dort, wo etwas für verrückt erklärt worden ist, was sich am Ende als unverzichtbar erweist, kann man Ostern feiern. Überall, wo Menschen allen Befürchtungen zum Trotz nochmals mit ihrem Leben davongekommen sind, hat eine kleine Auferstehung stattgefunden. So gesehen ist Ostern uns oft näher als wir denken. Gott sei Dank.

Und unsere Gesellschaft braucht diese verquere österliche Deutungs- und Denkstruktur dringend. Sie braucht diese Denkstruktur, die der Macht des Todes zum Trotz mit dem Leben rechnet, die als Mittel gegen Gewalt allen Emotionen zum Trotz Zeichen der Versöhnung aufrichtet und die Menschen aus anderen Religionen und Regionen mit dem österlichen Gruß Jesu begrüßt: "Friede sei mit euch!" - und zwar quer zu allen Konventionen, allen Befürchtungen und Ängsten zum Trotz.

Immanuel J. A. Nau ist Dekan a. D. aus Schalkstetten

Gedanken zum neuen Jahr

Ich wünsche dir 1 Jahr,
in dem sich Freud und Leid
die Waage halten!

Ich wünsche dir 12 Monate,
in denen du Freunde findest,
die geben, ohne zu fordern.

Ich wünsche dir 365 Tage,
an denen du die Kraft findest,
von neuem zu beginnen.

Ich wünsche dir 8760 Stunden,
in denen du die Zuversicht hast,
dass EINER mit dir geht.

Ich wünsche dir 525‘600 Minuten,
in denen du die Ruhe findest,
nachzudenken und zu träumen.

Ich wünsche dir 31‘536‘000 Sekunden,
in denen du das kleine Glück entdeckst
und es an andere Menschen weitergibst. 

(Rainer Thölking: „kleines Glück")



Grenzen:
unser Leben ist be - grenzt

Grenzen können wir setzen, respektieren oder aber auch überschreiten. Als Kind war es für mich ein ganz spezielles Gefühl am Bodensee zum ersten Mal in meinem Leben die Landesgrenze zu überschreiten. In einem fremden Land zu stehen, eine Mischung von Neugier und auch einer gewissen Unsicherheit. Landesgrenzen haben seit der Globalisierung, dem Schengenraum und der EU etwas an Bedeutung verloren.


Wozu denn überhaupt Grenzen?

Grenzen schaffen Ordnung, geben Sicherheit und Orientierung. Die Grenze eines Grundstückes definiert die Besitzverhältnisse. Grenzen brauchen unsere Kinder und Jugendliche, damit sie sich orientieren können. Sportler gehen bis an ihre persönliche Leistungsgrenze.

Grenzen überschreiten ist nur dort möglich, wo sie gesetzt sind. Wenn wir genauer hinschauen gehören Grenzen zu unserem Leben. Auch unsere Lebenszeit ist begrenzt. Unser Zusammenleben mit andern Menschen erfordert die Achtung der Grenzen. Wo ist mein – wo ist dein? Wo sind meine Grenzen? Wenn ich nicht klar meine Grenze setze, kann ich auch nicht erwarten, dass der andere sie respektiert.

Grenzen setzen erfordert Mut und danach auch Kraft, sie aufrecht zu halten. Davon können Eltern ein Lied singen, wie viel Energie und Durchhaltewillen es braucht, den Kindern Grenzen zu setzen und danach auch wachsam sein, dass sie eingehalten werden oder notfalls Konsequenzen zu ziehen, wenn sie überschritten werden.

Aber noch viel schwieriger ist es, die eigenen Grenzen zu kennen und ehrlich dazu zu stehen. Darf ich nein sagen, wenn ich etwas nicht will oder nicht kann? Was denken die andern dann von mir? Wann darf ich denn überhaupt nein sagen? Werde ich dann noch geliebt?

Kennen Sie Ihre Belastungsgrenze, in schwierigen Situationen, in der Arbeit, in der Familie, im Sport? Lernen wir doch wieder achtsamer zu sein um unsere Grenzen und diejenigen der andern zu erkennen und zu respektieren.
 

Januar 2014

Neues Jahr - neue Vorsätze - neue Chancen
oder alles so weiter laufen lassen wie es kommt?

Zeitabschnitte und Lebensabschnitte strukturieren unser Leben, laden uns ein, etwas abzuschliessen oder etwas Neues zu beginnen. Immer wieder stehen wir doch vor der Frage: was nehme ich in mein weiteres Leben mit, wovon verabschiede ich mich. Mich stimmt es nachdenklich, wenn ich von einer über 80-jährigen Frau höre: „ Ich musste einen Beruf lernen, der mir keine Freude machte und konnte meine Talente, die ich gehabt hätte, nicht ausüben."

Immer wieder stehen wir doch in unserem Leben vor einer Weg-Gabelung, wo ich entscheiden kann, welchen Weg ich nun einschlage. Mir ist es ganz wichtig, mir immer wieder die Frage zu stellen, was ist mir wichtig, wie kann ich davon etwas umsetzen, aber auch, was ist mir unwichtig, was belastet und hindert mich nur, meinen nächsten Schritt zu tun.

Da kommt mir immer wieder das gebet vom Franz von Assisi in den Sinn:

„Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen."


Diese Weisheit wünsche ich uns allen fürs angebrochene und noch junge Jahr 2014

 

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